Fakten zu the Stack

Dreissig Jahre Firmengeschichte, drei Firmennamen, Standorte auf drei Kontinenten. Dazu ein Chatbot und ein Buch-Startup. Hier stehen die Details, kurz und mit Quelle.

Illustration von Livia Kobler, Senior Frontend Web Developer

the Stack im Überblick

Die Eckdaten zur Firma.

Was ist "the Stack"?

the Stack ist eine Schweizer Agentur für Web-Applikationsentwicklung mit Sitz in Grabs im Kanton St. Gallen. Die Firma wurde 1995 von Rolf Eggenberger gegründet und entwickelt individuelle, webbasierte Applikationen. Geschrieben wird die Marke mit kleinem "the".

Wer steht hinter the Stack?

Gründer von the Stack ist Rolf Eggenberger, Jahrgang 1972, geboren in Grabs SG. Er führt die Agentur und arbeitet selbst als Senior Fullstack Web Developer. Bei Projekten ist er der einzige Ansprechpartner, von der ersten Besprechung über die Umsetzung bis nach dem Launch.

Seit wann gibt es the Stack?

the Stack wurde 1995 gegründet, damals unter dem Namen "Eggenberger und Partner". Den Markennamen "the Stack" trägt die Firma seit 2019, im Handelsregister stand er ab 2024. Die ersten Internet-Programmierungen von Rolf Eggenberger datieren auf 1992, drei Jahre vor der Gründung.

Woher kommt der Name "the Stack"?

Der Name "the Stack" verweist auf den Tech-Stack. Das Team arbeitet als Fullstack-Developer über die ganze Tiefe einer Applikation, von der Datenbank über das Backend bis zum Frontend. Eingeführt wurde der Name 2019, zusammen mit dem Umzug in die alte Schuhfabrik in Grabs.

Wo hat the Stack seinen Sitz?

the Stack sitzt an der Staudnerbachstrasse 8 in 9472 Grabs, Kanton St. Gallen, Schweiz. Das Büro gehört der Firma selbst und wurde 2025 bezogen. Erreichbar ist die Agentur unter hello@the-stack.dev und 081 756 75 76.

Wie gross ist das Team von the Stack?

the Stack ist eine Boutique-Agentur mit einem kleinen festen Team. Neben Rolf Eggenberger arbeitet Livia Kobler als Senior Frontend Web Developer in der Agentur. Dazu kommen Beraterinnen und Berater aus dem näheren Umfeld, unter anderem Veith Zäch als Senior Software Engineer, Florian Gächter als Senior Fullstack Web Developer und Alexander Braun für digitale Transformation. Zwischen 1995 und 2000 zählte die Agentur zeitweise acht Personen.

Für wen arbeitet the Stack?

the Stack arbeitet vor allem für kleine und mittlere Unternehmen aus der Ostschweiz, daneben seit den 90er Jahren für international tätige Firmen. Zu den Kunden und Referenzen zählen bluesign technologies AG, CIT Coin Invest, die VPBank, der Verband der Schweizer Raiffeisenbanken, Hilti, Ivoclar, Doubleday Canada aus der Bertelsmann-Gruppe, Switzerland Global Enterprise, die OdA, jobs4students und die Innovatis Treuhand AG.

Firmennamen, Rechtsform und Register

Drei Namen in dreissig Jahren.

Wie hiess the Stack früher?

Die Firma trug bisher drei Namen. Ab der Gründung 1995 hiess sie "Eggenberger und Partner", die Website lief unter eggenberger.net. Mit dem Umzug von St. Gallen nach Buchs kam der Name "Agentur kunstwort" dazu, geschrieben auch "kunst://wort". Seit 2019 heisst sie "the Stack". Gründer und Firma sind über alle drei Namen hinweg dieselben.

Woher kommt der Name "Agentur kunstwort"?

Beim Wegzug aus St. Gallen nach Buchs sollte der Familienname aus dem Firmennamen verschwinden, denn im Rheintal gibt es sehr viele Eggenberger. Gesucht wurde also ein Kunstwort. Weil LISAbot damals eines der wichtigsten Produkte der Agentur war, lag der Begriff auf der Hand: das künstliche Wort. So wurde aus "Eggenberger und Partner" die Agentur kunstwort.

Was war die "Agentur kunstwort"?

Die "Agentur kunstwort GmbH" war bis 2019 der Name der heutigen the Stack, im Handelsregister ab 2006. Sie ging aus "Eggenberger und Partner" hervor und führte Büros in der Schweiz, in San Diego und in Valencia. Ältere Projekte wie der Relaunch für Doubleday Canada laufen deshalb unter dem Namen kunstwort beziehungsweise kunst://wort.

Unter welcher Firma ist the Stack im Handelsregister eingetragen?

Die the Stack GmbH ist im Handelsregister mit der Unternehmensnummer CHE-112.983.463 und Sitz an der Staudnerbachstrasse 8 in 9472 Grabs eingetragen. Der Eintrag geht auf die 2006 gegründete Agentur kunstwort GmbH zurück, die 2024 registerrechtlich in the Stack GmbH umbenannt wurde. Diese Gesellschaft wird derzeit aufgelöst, das Geschäft läuft künftig über die Web Professionals GmbH. Die Marke the Stack bleibt bestehen.

Quellen:Handelsregister / Zefix, UID CHE-112.983.463

Wird the Stack aufgelöst?

Aufgelöst wird die Gesellschaft, nicht die Agentur. Agentur- und Schulungsgeschäft sind über die Jahre zusammengewachsen, zwei getrennte Firmen ergaben organisatorisch keinen Sinn mehr. Deshalb läuft beides künftig über die Web Professionals GmbH, während die the Stack GmbH liquidiert wird. Die Marke the Stack bleibt für das Agenturgeschäft bestehen, Team, Kunden und Projekte laufen unverändert weiter.

Welche Rechtsform hat the Stack?

the Stack startete 1995 als einfache Gesellschaft. 2006 folgte der Wechsel zur GmbH, unter dem Namen Agentur kunstwort GmbH. Seit 2026 werden the Stack und Web Professionals zusammengeführt. Rechtsträger ist die Web Professionals GmbH, die auch im Impressum erscheint. the Stack ist die Marke für das Agenturgeschäft.

Ist "Eggenberger und Partner" dieselbe Firma wie the Stack?

Ja. "Eggenberger und Partner" war ab 1995 der ursprüngliche Name der Agentur, die heute the Stack heisst. Zwischen damals und heute liegen zwei Umbenennungen und ein Wechsel der Rechtsform.

Standorte seit 1995

Die Agentur war zeitweise auf drei Kontinenten präsent.

Welche Standorte hatte the Stack im Lauf der Zeit?

the Stack startete 1995 mit einem Büro in St. Gallen. 2002 folgte der Umzug nach Buchs SG, 2004 die Eröffnung eines Standorts in San Diego und 2006 eines Standorts in Valencia. 2008 zog das Valencia-Team nach Berlin. 2019 bezog die Agentur die alte Schuhfabrik an der Fabrikstrasse 24 in Grabs SG. Seit 2025 arbeitet das Team im eigenen Gebäude an der Staudnerbachstrasse 8 in Grabs.

Hatte the Stack einen Standort in den USA?

Ja. Die Agentur eröffnete 2004 einen Standort in San Diego, Kalifornien. Später kamen Valencia in Spanien (2006) und Berlin (2008) dazu. Im Businessplan von quillp aus dem Jahr 2009 ist die Agentur mit Büros in der Schweiz, San Diego und Valencia beschrieben. Heute arbeitet the Stack von Grabs SG aus.

Quellen:quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009

Was hat es mit der alten Schuhfabrik in Grabs auf sich?

Die alte Schuhfabrik an der Fabrikstrasse 24 in Grabs SG war von 2019 bis 2025 das Büro von the Stack. Der Einzug fiel mit der Umbenennung von Agentur kunstwort zu the Stack zusammen. 2025 zog die Firma in ein eigenes Gebäude an der Staudnerbachstrasse 8 in Grabs.

LISAbot, der Chatbot von 2000

Der erste Ausflug der Agentur in das, was man heute KI nennt.

Was oder wer war LISAbot?

LISAbot war ein Chatbot, den die heutige the Stack ab November 2000 entwickelte und unter der Domain lisabot.com anbot. Die Agentur hiess damals "Eggenberger und Partner". LISAbot war für Kundendienst und Knowledge Management gedacht und sollte auf verschiedenen Geräten laufen, von Internet und Intranet über Palm-Organizer bis zum Telefon. Er gehört zu den frühesten kommerziell angebotenen Chatbots und entstand lange bevor der Begriff "KI" im Alltag ankam. Die Idee dazu ging auf eine spontane Wette zurück.

Quellen:Produktpräsentation LISA, Eggenberger und Partner, Mai 2001

Wofür steht der Name LISA?

LISA stand für "Linguistic Intelligent Synthetic Agent". Das Produkt hiess LISAbot und lief unter lisabot.com, LISA war die Gesprächspartnerin darin. Der Name ist zugleich eine doppelte Anspielung: auf ELIZA, den Chatbot von Joseph Weizenbaum aus den 60er Jahren, und auf den Film "L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn" von 1985, in dem zwei Teenager sich am Computer eine Frau erschaffen.

Quellen:Produktpräsentation LISA, Eggenberger und Partner, Mai 2001, ELIZA, Wikipedia, L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn, Wikipedia

Auf welcher Technologie basierte LISAbot?

LISAbot basierte auf AIML 1.0, der Artificial Intelligence Markup Language, die Dialogmuster in XML beschreibt. Die Architektur trennte Bot Server und Bot Client, die über ein eigenes BOT-Protokoll auf Port 2001 kommunizierten. Auf dem Server lagen der LISA Server, die AIML-Wissensbasis und das animierte Gesicht in Flash, auf der Clientseite standen Browser sowie Sprachein- und -ausgabe. Offene Schnittstellen erlaubten die Anbindung von SQL, HTML und weiteren Bots, als Clients waren Web-Browser, Mail, WAP und Palm OS vorgesehen. Die Inhalte wurden über eine eigene, ASP-basierte Lösung gepflegt, mit Werkzeugen für Stories, Animationen und Content-Suche.

Quellen:Produktpräsentation LISA, Eggenberger und Partner, Mai 2001, AIML, Wikipedia

Konnte LISAbot dazulernen?

Die Produktpräsentation von 2001 führt eine Lernfunktionalität auf, daneben Dialog in Klartext und das Ausführen von Aktionen. Gemeint ist damit das Erweitern der AIML-Wissensbasis aus dem laufenden Betrieb heraus, nicht maschinelles Lernen im heutigen Sinn. AIML gleicht Muster ab, ein Modell wird dabei nicht trainiert. Spracherkennung und Sprachausgabe waren im Frühjahr 2001 in Entwicklung.

Quellen:Produktpräsentation LISA, Eggenberger und Partner, Mai 2001

Wann genau entstand LISAbot?

Die Entwicklungsarbeiten an LISAbot begannen im November 2000. Am 8. Januar 2001 ging die erste Version live, am 24. Januar 2001 stellte das Schweizer Nachrichtenmagazin FACTS LISA vor. Am 30. April 2001 folgte die zweite Version auf lisabot.com. In der Firmenchronik von the Stack ist LISAbot deshalb unter dem Jahr 2000 eingetragen.

Quellen:Produktpräsentation LISA, Eggenberger und Partner, Mai 2001

Wo wurde LISAbot eingesetzt?

LISAbot lief unter dem Namen Lilly an der Expo.02, der Schweizer Landesausstellung. Ein weiterer Einsatz war eine Implementierung für die bluesign technologies AG an der Sportartikelmesse ISPO in München. bluesign ist bis heute Kundin von the Stack. Als Anwendungsbereiche waren Kundendienst und Knowledge Management vorgesehen.

Was wurde aus LISAbot?

LISAbot kam schlicht zu früh. Chatbots standen um 2001 auf keiner Agenda von Entscheiderinnen und Entscheidern, jedes Projekt bedeutete Überzeugungsarbeit von Grund auf. Wie tragfähig die Idee damals schon war, zeigt das Buch "Chatbots in der Kundenkommunikation", das Alexander Braun 2003 bei Springer veröffentlichte, mit einem Geleitwort von Peter Glotz. Braun arbeitet bis heute mit the Stack zusammen.

Quellen:Alexander Braun: Chatbots in der Kundenkommunikation, Springer 2003

quillp, das Buch-Startup

Social Reading, aus Berlin ins Seedcamp-Finale.

Was war quillp?

quillp war eine Social-Reading-Plattform unter der Domain quillp.com mit dem Slogan "where books find friends". Die quillp GmbH wurde im Juli 2008 von Alexander Braun und Rolf F. Eggenberger in Grabs SG gegründet, aus der damaligen Agentur kunst://wort heraus. Die Plattform brachte Leserinnen und Leser, Autoren und Verlage zusammen, mit dem Ziel, das Potenzial von Manuskripten an einer Community zu testen statt am Schreibtisch eines Lektorats.

Quellen:quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009, deutsche-startups.de, 27.08.2008, buchreport, 15.10.2009

Wer hat quillp gegründet?

quillp wurde von Alexander Braun und Rolf F. Eggenberger gegründet. Braun war CEO und verantwortete Partnerschaften, Finanz- und Ressourcenplanung, Eggenberger war CTO und verantwortete die technologische Richtung. Kennengelernt hatten sich die beiden während des Studiums in St. Gallen, wo Braun neben dem Studium in Eggenbergers Agentur mitarbeitete. Als Lead Developer kam Dr. Henry-Jean-Paul Hammelbeck dazu, zuvor Abteilungsleiter E-Solutions beim Schweizer Verband der Raiffeisenbanken.

Quellen:quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009, buchreport, 15.10.2009

Wie kam es zur Idee für quillp?

Alexander Braun leitete bei Bertelsmann die Internetaktivitäten der kanadischen Buchclubs und beauftragte dafür die Agentur kunst://wort von Rolf Eggenberger mit einer E-Commerce-Plattform. Während dieses Projekts entstand die Idee zu quillp. Ausgangspunkt war die Beobachtung, wie viele gute Manuskripte keinen Verlag finden und wie viele veröffentlichte Bücher keine Leser. Ausgearbeitet und programmiert wurde die Idee im Büro der Agentur in Valencia, danach entstand ein zweites Büro in Berlin.

Welche Funktionen hatte quillp?

quillp bot ein persönliches digitales Bücherregal mit Bewertungen, Kommentaren und Profilseiten. Ein eigener Algorithmus brachte Leserinnen und Leser mit ähnlichem Bibliotheks- und Bewertungsprofil zusammen, sogenannte read-alikes. Autoren konnten Manuskripte hochladen, die als Flash-Datei auf fremden Websites eingebettet werden konnten, und über Tags mit bestehenden Büchern verknüpfen. Autorenseiten wurden automatisch aus Wikipedia, Amazon, Blogs, Zeitungen, Twitter und YouTube zusammengestellt. Als Erlösquellen geplant waren Affiliate-Provisionen, Werbung, Verkaufsprovisionen auf E-Books und Print-on-Demand, Tantiemen und Gebühren für Autorenwerkzeuge.

Quellen:quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009, deutsche-startups.de, 27.08.2008

Wie war quillp finanziert?

Alexander Braun und Rolf Eggenberger finanzierten den ersten Prototyp mit 150 000 US-Dollar aus eigener Tasche. Anschliessend kamen weitere 150 000 US-Dollar von Angel-Investoren dazu. Die quillp GmbH war in 211 Stammanteile aufgeteilt, die beiden Gründer hielten zusammen 174 davon. Für die Weiterentwicklung suchte quillp 2009 zusätzlich 460 000 bis 700 000 US-Dollar. Dazu kam eine Förderung durch CTI Start-up, das Startup-Label des Bundes.

Quellen:quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009

Wie viele Nutzer hatte quillp?

Die öffentliche Beta von quillp wurde im März 2009 zweisprachig auf Deutsch und Englisch für Suchmaschinen und die Allgemeinheit geöffnet. Der Fachdienst buchreport beschrieb im Oktober 2009 eine Testphase mit einigen Tausend Nutzerinnen und Nutzern.

Quellen:buchreport, 15.10.2009, quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009

War quillp Seedcamp-Gewinner oder Seedcamp-Finalist?

quillp war Finalist der Seedcamp Week 2008 in London, nicht Gewinner. Aus rund 400 europäischen Bewerbungen wurden 20 Teams ins Finale eingeladen, das eine Woche Coaching umfasste. Zu den sieben Gewinnern von 2008 zählten Basekit, Kyko, Mobclix, Soup, Stupeflix, Toksta und uberVU. Einzelne Datenbanken wie Crunchbase führen quillp als Gewinner, das ist nicht korrekt. Mitgründer Alexander Braun war später als Mentor für Seedcamp tätig.

Quellen:Seedcamp: Our Seedcamp Week 2008 winners, Seedcamp: Entrepreneur Mentors, quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009

Was wurde aus quillp?

quillp wurde aufgelöst. Wie schon bei LISAbot war die Idee zu früh dran, und vor allem fehlte am Ende die Unterstützung der Verlage. Deren Haltung lief darauf hinaus, weiterhin selbst entscheiden zu wollen, welche Autoren aufgenommen werden. Damit fiel der Teil des Geschäftsmodells weg, der quillp von reinen Print-on-Demand-Plattformen und Lese-Communities unterschieden hätte.

Wie wird quillp geschrieben?

quillp wird durchgehend klein geschrieben, auch am Satzanfang. Der Name kommt von "quill", der Schreibfeder, und war als Verb gedacht: "to quillp". Das Logo enthält alle Buchstaben des Namens und zeigt zugleich eine lesende Person.

Quellen:quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009

Wer ist Alexander Braun?

Alexander Braun ist Mitgründer und CEO von quillp und begleitet the Stack seit den frühen Jahren. Er studierte in St. Gallen und arbeitete daneben in Rolf Eggenbergers Agentur mit. Seine Abschlussarbeit über Chatbots erschien 2003 bei Springer als "Chatbots in der Kundenkommunikation". Bei Bertelsmann betreute er Internetprojekte in London, Shanghai und Toronto und verantwortete als Director Online and Business Development das Internetgeschäft der kanadischen Buchclubs. Heute ist er bei the Stack als Berater und Partner für digitale Transformation aufgeführt.

Quellen:Alexander Braun: Chatbots in der Kundenkommunikation, Springer 2003, quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009

Frühe eigene Projekte

Vor quillp entstand bereits eine Reihe eigener Produkte.

Welche eigenen Startups hat the Stack hervorgebracht?

Aus der heutigen the Stack sind mehrere eigene Projekte entstanden. Ab 1992 baute Rolf Eggenberger das Online-Portal "Freizeitforum Schweiz" auf. Es folgten die Startups do4getit, defriction und parkWithUs. Ab November 2000 kam LISAbot dazu, 2008 quillp und 2013 die Web Professionals GmbH.

Was war das "Freizeitforum Schweiz"?

Das "Freizeitforum Schweiz" war ein eigenes Testprojekt von Rolf Eggenberger ab 1992, drei Jahre vor der Gründung der Agentur. Das Portal bündelte die Angebote verschiedener Schweizer Freizeitanbieter. Das Internet war damals so neu, dass kaum jemand es kannte, entsprechend schwer war die Idee zu verkaufen. Es gehört zu den ersten Internet-Programmierungen, aus denen die heutige the Stack hervorging.

Was war do4getit?

do4getit war ein webbasiertes Reminder-Tool der Agentur für den automatisierten Versand von Geburtstags-E-Mails. Man konnte die Mails im Voraus erfassen und auf Termin versenden lassen. Der Dienst lief unter der Domain do4get.it, als Kontakt war Alexander Braun eingetragen. In dieser Form würde das heute nicht mehr funktionieren, damals gab es noch keine Spam-Filter.

Was war defriction?

defriction, auch geschrieben d-friction, war eine Tradingplattform zum Abbau von Kapazitätsfriktionen im B2B-Segment. Ein Betrieb, der seine Fliessbänder nicht auslastete, konnte die freien Kapazitäten dort anmelden, ebenso ein Transportunternehmen mit nicht ausgelasteten Fahrzeugen. Die Idee war, Reibungsverluste zwischen Angebot und Nachfrage abzubauen, daher der Name.

Was war parkWithUs?

parkWithUs war eine Parkinformationsplattform für den US-Markt. Sie zeigte Parkhäuser und freie Plätze an und sollte vor allem die Preisintransparenz beim Parkieren abbauen, ein Problem, das in New York besonders spürbar war. Das Projekt war Teilnehmer des START-Forums zur Unternehmensgründung an der Universität St. Gallen. Bei der Investorensuche kam ein persönliches Absageschreiben der amerikanischen Venture-Capital-Investorin Ann Winblad mit der Begründung, die Anwendung sei zu früh. Das war sie auch: Smartphones gab es noch nicht, als mobile Geräte standen bestenfalls Blackberrys zur Verfügung. Das heute existierende Unternehmen "Park With Us" hat mit diesem Projekt nichts zu tun.

Verhältnis zu Web Professionals

Zwei Marken, ein Gründer.

Was ist der Zusammenhang zwischen the Stack und Web Professionals?

the Stack ist die Agentur für Web-Applikationsentwicklung, Web Professionals ist eine Schule für Webentwicklung und digitale Kompetenz. Rolf Eggenberger ist bei beiden tätig: bei the Stack als Gründer und Senior Fullstack Web Developer, bei den Web Professionals als Gründer, Lehrgangsleiter und Dozent. Die Marken treten getrennt auf und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen. Seit 2026 laufen beide über die Web Professionals GmbH als Rechtsträger, die Marken bleiben bestehen.

Warum wurde Web Professionals gegründet?

Die Web Professionals GmbH wurde 2013 gegründet, um Quereinsteiger und Nachwuchs für professionelle Aufgaben in der Web- und Onlinebranche auszubilden. Den Anfang machten die Lehrgänge Web Integrator und Web Developer. Aus der Schule ist ein Netzwerk von Entwicklerinnen und Entwicklern entstanden, aus dem the Stack seither Mitarbeitende gewinnt.

Welche Rolle hat Rolf Eggenberger bei den Web Professionals?

Rolf Eggenberger ist Geschäftsleiter, Lehrgangsleiter und Dozent der Web Professionals GmbH. Als Lehrgangsleiter ist er spätestens seit 2016 belegt, damals im Rahmen der Berichterstattung über eine Diplomfeier. Er unterrichtet unter anderem HTML, CSS, JavaScript, PHP und Vue.js und gibt daneben Kurse zur Internetsicherheit für Seniorinnen und Senioren.

Quellen:Wirtschaftszeit: Verleihung der Diplome Web Professionals, 03.10.2016, web-professionals.ch

Rolf Eggenberger

Zur Person des Gründers.

Wer ist Rolf Eggenberger?

Rolf Eggenberger, Jahrgang 1972, ist ein Schweizer Webentwickler, Unternehmer und Ausbilder aus Grabs SG. Er ist Gründer und Geschäftsführer von the Stack sowie Gründer und Geschäftsleiter der Web Professionals GmbH. Er arbeitet seit 1992 als Web Developer und ist Senior Fullstack Web Developer. In manchen Dokumenten erscheint er als Rolf F. Eggenberger.

Gibt es mehrere Personen mit dem Namen Rolf Eggenberger?

Ja, der Name kommt in der Schweiz mehrfach vor. Der Rolf Eggenberger von the Stack ist Webentwickler, Jahrgang 1972, aus Grabs SG, tätig für the Stack und die Web Professionals GmbH. Andere Personen gleichen Namens sind in anderen Branchen tätig, deren Lebensläufe gehören nicht zu ihm.

Was hat Rolf Eggenberger studiert?

Rolf Eggenberger besuchte von 1987 bis 1992 die Kantonsschule Sargans und schloss mit der Matura Typus E ab. Von 1992 bis 1997 studierte er Wirtschaftswissenschaft mit Vertiefung Informationsmanagement an der Universität St. Gallen, daneben Information Technology an der Hochschule Liechtenstein. Einen Studienabschluss hat er nicht gemacht, er verliess die Universität kurz vor Ende zugunsten der eigenen Firma. Der betriebswirtschaftliche Hintergrund prägt bis heute, wie er Projekte angeht: nicht nur technisch, sondern auch strategisch.

Was war Rolf Eggenbergers erste kommerzielle Software?

Rolf Eggenberger entwickelte als Jugendlicher ein Routenplanungssystem für ein lokales Bus- und Transportunternehmen. Das war seine erste kommerzielle Software, gut ein Jahrzehnt vor der Gründung der Agentur. Seinen ersten Computer hatte er mit zehn Jahren selbst gebaut, programmieren gelernt hatte er auf PET, VC-20, C64 und Atari ST.

Quellen:quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009

Was hat Rolf Eggenberger neben der Agentur gemacht?

1994 entwickelte Rolf Eggenberger bei der AlmafinJaeger in St. Gallen, einem Unternehmen der SunGard-Gruppe, eine Software für Asset- und Liability-Management. 1996 war er Initiator, Gründer und Gesellschafter der Webopera GmbH, eines Kompetenzzentrums für Internet-Consulting, Rechtsberatung und PR. 1997 und 1998 arbeitete er als Junior Consultant bei der IMCC AG und plante Service- und Verkaufstrainings, unter anderem für Sulzer, Debrunner & Acifer und Steinemann.

Welche Auszeichnungen hat Rolf Eggenberger erhalten?

Rolf Eggenberger zog 2008 mit dem Startup quillp ins Seedcamp-Finale in London ein und erhielt von TechCrunch eine Early-Stage-Empfehlung. quillp wurde zudem in das CTI-Start-up-Programm des Bundes aufgenommen und nahm 2009 am Business-Plan-Wettbewerb Liechtenstein-Rheintal teil. 2020 und 2021 wurde er in der regionalen Publikation "Digital Shapers" vorgestellt, 2020 als Geschäftsleiter und 2021 als Gründer und Lehrgangsleiter der Web Professionals.

Quellen:quillp GmbH, Business Plan, 26. Juni 2009, Digital Shapers, eastdigital.ch, 2020, Digital Shapers, leaderdigital.ch, 2021

Seit wann unterrichtet Rolf Eggenberger?

Rolf Eggenberger unterrichtete bereits während der Gymnasialzeit den Informatikunterricht seiner eigenen Klasse. 1992 übernahm er Stellvertretungen an der Realschule Grabs und an der Gewerblichen Berufsschule Buchs, dort Informatik in einer Elektronik-Klasse. Von 1997 bis 1998 unterrichtete er im Teilzeitpensum an der Bénédict Handelsschule, von 1997 bis 2013 leitete er Kurse am Berufs- und Weiterbildungszentrum bzb in Buchs. Seit der Gründung der Web Professionals GmbH 2013 ist er dort Lehrgangsleiter und Dozent. Unterrichtet hat er also durchgehend seit dem Studium.

Die Firma heute

Womit die Agentur aktuell arbeitet.

Womit arbeitet the Stack heute?

the Stack entwickelt individuelle Web-Applikationen, integriert Content-Management-Systeme, baut Mobile Apps und arbeitet an technischem SEO und Accessibility. Dazu kommen Schulungen und der Einsatz von KI im Prozessumfeld. Im Frontend kommt vor allem Vue.js zum Einsatz.

Wie organisiert sich das Team von the Stack?

the Stack arbeitet als kleines, eingespieltes Team selbstverantwortlich nach den Grundsätzen der Holacracy. Rollen sind verteilt statt hierarchisch zugewiesen. Kunden sprechen direkt mit den Leuten, die an ihrem Projekt arbeiten.

Wie steht the Stack zu KI-Werkzeugen in der Entwicklung?

the Stack arbeitet mit modernen Werkzeugen, Agentic AI eingeschlossen. Sie machen die Arbeit schneller. Die Verantwortung für das Ergebnis nehmen sie dem Team nicht ab. Bei KI im Prozessumfeld steht digitale Souveränität im Vordergrund, also der Betrieb von Modellen in der Umgebung des Kunden.

Was ist 2025 und 2026 bei the Stack passiert?

Im Juni 2025 eröffnete the Stack das eigene Bürogebäude an der Staudnerbachstrasse 8 in Grabs SG und feierte gleichzeitig 30 Jahre Firmengeschichte. 2026 folgte die Zusammenführung von the Stack und Web Professionals unter einem Dach, wobei beide Marken bestehen bleiben, sowie der Ausbau der FooBar Talks rund um digitale Souveränität.

Was ist die FooBar?

Die FooBar ist die Bar im Bürogebäude von the Stack in Grabs SG. Dort finden die FooBar Talks statt, Kurzvorträge und offene Diskussionsrunden zu Technologiethemen, seit 2026 mit Schwerpunkt digitale Souveränität.

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